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Forschungskreis Heimtiere in der Gesellschaft

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Studie aus Deutschland/Niederlanden

Kynotherapie fördert Kommunikation

Studien aus Deutschland und den Niederlanden weisen darauf hin, dass die Erfolgsaussichten von Sprachtherapien durch die Unterstützung von Hunden vergrößert werden können.

Veränderte Kommunikationsgewohnheiten, sich auflösende Familienstrukturen, Migration - verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen könnten dazu führen, dass der Sprachförderung von Kindern eine wachsende Bedeutung zukommt. Der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. geht deshalb davon aus, dass der Bedarf an logopädischer Unterstützung steigen wird.

Angesichts dieser Situation wurde im Rahmen einer Studie an der Zuyd Hogeschool im niederländischen Heerlen untersucht, wie sich der Einsatz eines ausgebildeten Hundes in der Logopädie auf die Motivation der Patienten auswirkt. In elf Praxen in ganz Deutschland erklärten sich 55 Kinder und ihre Eltern zur Teilnahme an der Untersuchung bereit. Die Logopädie-Praxen behandelten 35 Kinder mit hundegestützter Hilfe und 20 Kinder in einer Kontrollgruppe ohne Hund. In jeder Sitzung füllten die Eltern und Kinder Fragebögen zu ihrer Motivation und sozial-emotionalen Kompetenzen aus.

„Mithilfe dieser Studie konnte festgestellt werden, dass die tiergestützte logopädische Therapie einen signifikant positiven Einfluss auf die Motivation von Kindern zwischen drei und zwölf Jahren mit verschiedenen logopädischen Störungsbildern hatte“, teilen die Forscher mit. „Für die sozial-emotionalen Kompetenzen traf dies teilweise – nämlich bei den Jungen – zu.“

Eine weitere Studie an der Steinfurter Akademie für tiergestützte Therapie ergab zudem, dass Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren deutlich mehr verbal und nonverbal kommunizierten, wenn ein Therapiebegleithund dabei war. „Dieser positive Effekt kann mit möglichen Qualitätssteigerungen und begünstigten Therapiefortschritten in der Logopädie einhergehen“, schlussfolgern die Studienleiter. Für eine valide Aussage sollten aber aufgrund der geringen Stichprobe von zehn Probanden aufbauende Untersuchungen angestrebt werden.

Foto: Fotolia/Effe45

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