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Hund bei wenig Zeit?


Autor Nachricht
Verfasst am: 14. 09. 2009 [16:17]
suse65
Themenersteller
Dabei seit: 14.09.2009
Beiträge: 2
Hallo zusammen,

ich bin richtig froh, dass ich diese Seite entdeckt habe - und hoffe nun, Ihr könnt mir helfen!

Meine Tochter (12 Jahre) wünscht sich einen Hund. Zuerst dachte ich, dass wäre nur eine Phase, aber sie meint es wohl wirklich ernst.
Das Problem ist aber, dass mein Mann und ich beide berufstätig sind. Und für so einen Hund braucht man doch viel Zeit, oder?

Nun möchte ich aber meine Tochter nicht enttäuschen. icon_cry.gif Habt Ihr vielleicht eine Idee, welches Tier besser zu uns passt? Oder kann man auch einen Hund haben, wenn man nicht viel Zeit hat zum Gassigehen und so?

Es wäre wirklich toll, wenn mir jemand weiterhelfen könnte!

Die Suse
Verfasst am: 15. 09. 2009 [11:15]
lieschen
Dabei seit: 14.09.2009
Beiträge: 2
Hallo Suse!

Das Problem kenne ich. Als ich klein war, hatten wir zuhause zwei Rauhaardackel, die richtig Leben in die Familie gebracht - aber auch viel Zeit für Spaziergänge in Anspruch genommen haben.

Jetzt möchte ich auch wieder einen Hund haben, konnte mich aber noch nicht entscheiden, welche Rasse oder welcher Mischling am besten zu mir und meinen Lebensumständen passt. Einige meiner Freundinnen haben einen Mops und nehmen den manchmal mit zu ihrer Arbeit. Im Schuldienst ist das aber nicht so ohne Weiteres möglich - womit wir beim Thema Schulhunde wären.

Wirklich helfen kann ich Dir also auch nicht.

Gruß
Lisa
Verfasst am: 15. 09. 2009 [11:37]
redaktion_ms
Dabei seit: 14.09.2009
Beiträge: 8
Guten Tag Suse,
guten Tag Lisa,

erst einmal ist es sehr gut, dass Sie sich überhaupt diese Fragen stellen und sich nicht ohne Vorbereitung einen Hund anschaffen.

Sie haben natürlich Recht: Jeder Hund braucht Zeit und Auslauf.
Es gibt aber durchaus so genannte "Familienhunde". Darüber hinaus sollten Sie in der Familie klären, wer wann Zeit für den neuen Mitbewohner hätte. Kann und darf z. B. Ihre Tochter nach der Schule mit dem Hund Gassi gehen?

Welche Rasse oder welcher Mischling für Sie in Frage kommt, hängt dann von seinem Wesen und den zugeschriebenen Eigenschaften ab, die Sie z. B. bei Züchtern erfragen können. Auch Tierheime können viele Informationen geben. Darüber hinaus hängt die Frage der Hundeart davon ab, wie viel Erfahrung Sie schon mit Hunden haben - ob Sie z. B. auch einen Welpen aufnehmen können oder lieber einen bereits erzogenen, erfahrenen Hund.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Kinder-und-Tiere-Redaktion
Verfasst am: 15. 09. 2009 [12:00]
toni_dd
Dabei seit: 14.09.2009
Beiträge: 1
redaktion_ms schrieb:

Darüber hinaus sollten Sie in der Familie klären, wer wann Zeit für den neuen Mitbewohner hätte.


Hallo zusammen,

das stimmt, die Zeitfrage ist auf jeden Fall wichtig.

Wir haben zu Hause einen Labrador, obwohl meine Frau und ich beide berufstätig sind. Meine Frau arbeitet aber nur halbtags und ich im Schichtdienst. Außerdem gehen auch unsere Kinder (14 und 16) richtig gern mit unserem Hund Gassi. So hat eigentlich immer jemand für ihn Zeit.

@Suse: Wie sind denn bei Euch so die Arbeitszeiten? Und könntet Ihr einen Hund vielleicht auch mit zur Arbeit nehmen? Es ist nämlich auch wichtig, dass der Hund nicht zu lange allein zu Hause bleiben muss. Und ihn immer "nur" mit Eurer Tochter allein zu lassen, finde ich für ein 12jähriges Mädchen dann doch etwas viel Verantwortung...

Grüße,

Toni
Verfasst am: 23. 09. 2009 [15:06]
suse65
Themenersteller
Dabei seit: 14.09.2009
Beiträge: 2
Hallo,

entschuldigt, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe, bei uns war einiges los.

@toni, zu Deiner Frage zu unseren Arbeitszeiten:
Also, mein Mann geht morgens vor acht aus dem Haus und ist nicht vor 17 Uhr wieder zurück. Meine Tochter geht um halb acht zur Schule und ist gegen halb zwei mittags zurück.
Ich selbst arbeite im Schichtdienst in einem Kaufhaus und bin mal vormittags von 9 bis 13, mal nachmittags von 14 bis 18 Uhr nicht da.

Ich sage ja: Es ist nicht so einfach bei uns.
Verfasst am: 15. 10. 2009 [21:30]
Sleepydog
Dabei seit: 15.10.2009
Beiträge: 2
Hallo Suse,

für einen Welpen bzw. für den Anfang sind das tatsächlich ziemlich lange "Wartezeiten", in denen er allein zuhause wäre. Zu bedenken ist auch, dass eine/r aus der Familie morgens mit dem Hund erst mal gassi laufen muss, bevor er/sie zur Arbeit oder Schule fährt - das zwingt jeden Morgen zu einem durchaus frühen Aufstehen und will gut überlegt sein.

Wir waren beide voll berufstätig, deshalb habe ich als Gassigeherin im nächsten Tierheim angefangen. Das Tierheim ist froh über jeden regelmäßigen Gassigeher, ich habe mit Unterstützung der Pfleger einen "Leih-Hund" ausgesucht, mit dem ich dann auch praktisch täglich gelaufen bin, ohne jedoch rund um die Uhr für das Tier verantwortlich zu sein.

Obwohl ich mit Hunden aufgewachsen bin, war das während meiner Vollzeit-Arbeit eine gute Möglichkeit - vielleicht auch für Euch, so zum Ausprobieren? Wir haben unseren ersten Hund bekommen, als ich 12 war - zu Anfang war meine Begeisterung groß, dann wurde mir das tägliche Gassilaufen schnell sehr langweilig. Meine Eltern haben mich dann weiterhin dazu angehalten, und irgendwann hat es auch wieder Spaß gemacht, bis heute (bin jetzt 38 icon_wink.gif).

Ach ja, und mein Tierheim-Leihhund ist nach vier Monaten bei uns eingezogen: eine erwachsene Pitbull-Hündin, eine wunderbare kleine Maus mit einem super Charakter icon_biggrin.gif. Ich wäre dieser speziellen Rasse niemals näher gekommen, wenn ich sie nicht im Tierheim kennen gelernt hätte.

Da sie schon erwachsen und stubenrein etc. war, konnte sie recht problemlos fünf bis sechs Stunden allein bleiben, wir haben aber darauf geachtet, sie vor und nach unserer Arbeit gut auszulasten mit Gassi und Suchspielchen etc. Eine so lange Wartezeit würde ich einem jüngeren Hund nur schwerlich zumuten (übrigens auch jedem anderen Hund, aber bei unserer Hündin bestand die Alternative eben in dem Betonboden ihres Tierheim-Zwingers,da sie auf Grund ihrer Rasse kaum vermittelbar war).

Möglicherweise wäre also auch - nach gründlichem Kennenlernen - ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz eine Möglichkeit für Euch. In den Tierheimen sitzen Hunde jeder Größe und fast jeder Rasse, von denen viele bereits gut erzogen und Kinder gewohnt sind und nur auf Grund einer Scheidung o.ä. ihr Heim verloren haben - die Tierheim-Pfleger können hier kompetente Auskunft erteilen.

Nach meinen Erfahrungen mit dem örtlichen Tierheim fügen sich Hunde mittleren oder fortgeschrittenen Alters (ja, sogar 12-jährige Hunde-Opis icon_wink.gif) ebenso gut in ein neues Zuhause ein wie ein Welpe oder Junghund. Dazu kommt, dass z.B. ein sechsjähriger Hund um einiges ruhiger sein kann als ein Jungspund - schaut Euch doch mal im Internet die Gassigeh-Zeiten und die Schnauzen im nächsten Tierheim an.

Und zum Schluss: Mein Sohn kam zur Welt, als wir unsere Hündin schon zwei Jahre hatten - einen erwachsenen Pitbull aus dem Tierschutz. Natürlich haben wir sie auf den "Welpen" vorbereitet und Baby und Hund nie allein gelassen. Es war aber auch sehr unkompliziert und sehr schön zu erleben, wie wir uns alle zusammengerudelt haben. Hunde sind wunderbar - nur Mut! icon_smile.gif

Herzlich,
Sleepydog icon_biggrin.gif