Katze


Kinder und Katzen können die dicksten Freunde werden. Denn trotz ihrer Unabhängigkeit passen sich die Stubentiger problemlos der jeweiligen Lebenssituation ihrer Menschen an. Zudem besitzen sie die Eigenschaft, sich zu großem Stress elegant zu entziehen. Und umgekehrt akzeptieren Kinder schnell die Selbstständigkeit ihrer vierbeinigen Freunde. Wenn es gar nicht anders geht, lernen sie sogar schnell, die gefürchteten Tatzenhiebe zu respektieren. Doch soweit muss man es gar nicht erst kommen lassen.  
 

Wachsen Kinder in einem Haushalt mit Katzen heran, gibt es in aller Regel keine Probleme – schon gar nicht, wenn die Eltern den respektvollen Umgang mit den Tieren vorleben. Kleinkinder sollte man jedoch mit Katzen ebenso wenig  allein lassen wie mit anderen Tieren.  Wichtig ist, dass Eltern ihrem Kind vermitteln, dass eine Katze ein eigenständiges Lebewesen ist, dass es zu respektieren gilt und kein Spielzeug. Kinder müssen wissen, dass man eine Katze nicht aus dem Schlaf reißen oder beim Fressen stören darf, dass man sie nicht grob behandeln oder gegen ihren Willen festhalten darf  – und sie sollten mit der „Katzensprache“ vertraut gemacht werden. Den Wunsch nach einer Katze kann man einem Kind etwa ab dem achten Lebensjahr erfüllen, dann ist es in der Regel verständig und verständnisvoll genug, um mit dem Tier richtig umzugehen. Dass die Verantwortung dennoch bei den Eltern bleibt, versteht sich von selbst.  
 

Bevor eine Katze ihre Krallen einsetzt, lässt sie deutlich erkennen, wenn ihr etwas nicht passt. Erste Anzeichen von Unwilligkeit zeigt sie durch Hin- und Herbewegen des Schwanzes an. Angelegte Ohren und zusammengekniffene Augen, Fauchen, Schwanzaufplustern und schließlich Krallenzeigen sind ganz sichere Alarmzeichen, deren Bedeutung Kinder im Umgang mit der Katze kennen müssen.  
 

Ebenso wichtig für das Zusammenleben von Kind und Katze in einem Haushalt ist die Hygiene. So sollten Kinder lernen, immer vor den Mahlzeiten und nach Anfassen der Katze die Hände zu waschen. Katzenhaare sollten von Polstermöbeln und Teppichen täglich entfernt werden. Fress- und Trinknäpfe nach jeder Mahlzeit reinigen und Futterreste entsorgen. Impfungen, Wurmkuren und tierärztliche Kontrollen regelmäßig durchführen lassen.