Überlegungen zur Anschaffung von Zwergkaninchen

Zwergkaninchen können bei guter Pflege bis zu 10 Jahre und älter werden. Wer sich für eins entscheidet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er ein ganzes Kaninchenleben lang für das Tier verantwortlich ist.

Zwergkaninchen sind von Natur aus gesellige Tiere. Am besten verstehen sich zwei Weibchen – wenn möglich aus dem gleichen Wurf – oder zwei kastrierte Männchen. Unkastriert  würden sie sich nur bekämpfen. Ein gemischtes Paar würde ständig für Nachwuchs sorgen, also sollte wiederum der Bock kastriert werden. Gelegentlich können die Häsinnen sehr dominant werden, dann hilft auch hier die Kastration. Zwergkaninchen sollte man nur im Falle absoluter Unverträglichkeit mit anderen Kaninchen einzeln halten. Lässt man sie den ganzen Tag alleine, verkümmern sie.

Zwergkaninchen können in Stadt- und Mietwohnungen relativ problemlos gehalten werden. Sie benötigen nicht sehr viel Platz und stören die Nachbarn nicht. Als Kleintiere dürfen sie ohne Erlaubnis des Vermieters mit in der Wohnung leben.

Dennoch sollte man versuchen, den Kaninchen ein möglichst naturnahes Leben zu ermöglichen. Dazu gehört möglichst viel Auslauf. Ganz besonders glücklich sind sie, wenn man ihnen die Gelegenheit zum Graben von Gängen und Höhlen gibt.

Zwergkaninchen gelten als ideale Streicheltiere. Das gilt aber nur, wenn sie selbst entscheiden dürfen, wann die Zeit für Streicheleinheiten gekommen ist - kein Tier schätzt es, wenn es auf dem Schoß festgehalten oder gar herumgetragen wird. Für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter eignen sie sich daher weniger.

Eltern sollten sich - auch bei älteren Kindern – darüber bewusst sein, dass die Verantwortung für das Wohlergehen des Tieres letztlich immer bei ihnen liegt. Deshalb sollten sie sich vor dem Kauf eingehend über die Bedürfnisse des Tieres informieren und prüfen, ob dessen Haltung zum eigenen Lebensstil passt.